Industriebetrieb

Bella SCADAWebbasierte SCADA-Software

Echtzeit-Überwachung und -Steuerung im Browser für Industrieanlagen.

Bella SCADA — Betriebs-Dashboard

Bella SCADA erfasst Daten aus SPS und Geräten im Feld in Echtzeit, stellt sie dar und überträgt die Steuerbefehle der Bediener sicher zurück. Es gibt keine Client-Software zu installieren; der gesamte Betrieb läuft im Browser.

Alarmmanagement, historische Daten, Trenddiagramme und Reporting liegen auf derselben Plattform. Rechtetrennung und Aktionsprotokoll dokumentieren in kritischen Umgebungen, wer was wann geändert hat.

Funktionen

EchtzeitüberwachungLive-Daten je Variable, Statusanzeigen und Anlagenbilder.
AlarmmanagementPriorität, Quittierung, Unterdrückung und Alarmhistorie.
Historische DatenTrenddiagramme, Vergleiche und Export.
Rechte und AktionsprotokollWer welchen Befehl wann gegeben hat – vollständiger Audit-Trail.
ReportingAutomatische Schicht-, Produktions- und Stillstandsberichte.
Vom Edge in die CloudEine sichere Brücke zwischen Feldnetz und zentraler Überwachung.

Datenweg: vom Feld auf den Bildschirm

Die Feldtreiber laufen als eigener Dienst; das Lesen läuft weiter, auch wenn der Webserver neu startet. Die Schichten kommunizieren über Redis, Live-Daten erreichen den Browser über SignalR.

  1. FeldgerätSPS, RTU, Netzanalysatoren, Zähler und Sensoren.
  2. Bella RuntimeEin Treiber je Verbindung; liest mit Skalierung, Totband und Qualitätsinformation. Läuft als Windows-Dienst oder Docker-Container.
  3. RedisAktuelle Werte, Verbindungsstatus und Befehlskanal. Auch die Arbeitssperre zwischen mehreren Runtimes liegt hier.
  4. API und HistorieAlarmauswertung, berechnete Variablen und Skripte; Werte werden gebündelt in PostgreSQL (optional TimescaleDB) geschrieben.
  5. BrowserHMI-Bilder, Trends, Alarme und Berichte in einem Web-Client ohne Installation.

Bei Störung und Ausfall

Ein SCADA wird daran gemessen, was es tut, wenn etwas schiefgeht. Wir beschreiben das heutige Verhalten so, wie es ist.

Wenn ein Gerät die Verbindung verliertDie Verbindung geht in den Fehlerzustand und verbindet sich nach 5 Sekunden neu. Bildschirme markieren veraltete Daten und getrennte Verbindungen.
Wenn der Server nicht erreichbar istDie Runtime hält Werte im Speicher, bis zu 10.000 Nachrichten pro Verbindung; ist der Puffer voll, fällt der älteste Wert weg. Einen Festplattenpuffer gibt es nicht.
Runtime-RedundanzMehrere Runtimes können laufen. Wer die Arbeitssperre hält, liest; läuft die Sperre ab (standardmäßig 35 s), übernimmt eine wartende Instanz.
Server-RedundanzAPI-Knoten wählen einen Primärknoten und erlauben manuelle Übergabe. Echter Hot-Standby erfordert eine separate Installation auf einer zweiten Maschine.
Wenn die Historie nicht geschrieben werden kannDie Schreibwarteschlange hält bis zu 100.000 Werte im Speicher; verworfene Werte werden gezählt und protokolliert, nie stillschweigend.
DatenaufbewahrungNumerische Variablen werden mit eigenem Intervall gespeichert. Standard 30 Tage, einstellbar; TimescaleDB ergänzt Kompression und Aufbewahrungsrichtlinien.

Alarme, Zugriff und Prüfpfad

AlarmregelnGrenzwert, Hysterese, Ein- und Ausschaltverzögerung, Prioritätsgruppe. Quittieren und zeitlich begrenztes Zurückstellen werden unterstützt.
AlarmbenachrichtigungIn der Anwendung, per E-Mail, Telegram, SMS-Gateway und Webhook. Bei einer Alarmflut wird statt Einzelmeldungen eine Zusammenfassung gesendet.
Zugriffssteuerung99 einzelne Berechtigungen, Zugriff nach Rolle und Bild. Zweistufige Anmeldung per Authenticator-App (TOTP); nach 5 Fehlversuchen wird das Konto 15 Minuten gesperrt.
BefehlssicherheitSchreibrecht, Prüfung auf beschreibbare Variable und Datentyp. Einfache oder doppelte (zweite Person) E-Signatur für ausgewählte Variablen, mit erneuter Passworteingabe.
PrüfpfadJede Datensatzänderung und jeder Befehl wird mit Benutzer, IP und Wert erfasst. Einträge sind per SHA-256-Kette verbunden; die Kette ist prüfbar, Löschungen werden sichtbar.
Installation und SicherungVor Ort auf Windows Server (IIS + Windows-Dienst) oder mit Docker. Konfiguration als JSON exportier- und importierbar; Datenbanksicherung und Wiederherstellungsübung sind dokumentiert.

Unterstützte Protokolle

Die Treiber stecken in der Runtime; für ein Gerät, das nicht aufgeführt ist, wird im Projekt ein Treiber geschrieben.

Modbus
Modbus TCP, Modbus RTU (seriell) und Modbus RTU über TCP.
OPC UA
Verbindung als Client; Benutzername/Passwort oder anonym, signierte und verschlüsselte Sicherheitsmodi.
SPS- und Feldprotokolle
Siemens S7, EtherNet/IP, MQTT.
Energie- und Versorgungsprotokolle
IEC 60870-5-104, DNP3, IEC 61850 (MMS), BACnet/IP.
Daten weitergeben
MQTT (UNS und Sparkplug B), schreibgeschützter OPC-UA-Server und REST-Endpunkt mit API-Schlüssel.

Jeder Treiber wird bei der Inbetriebnahme gemeinsam mit dem Gerät vor Ort geprüft.

Screenshots

Bella SCADA — Trenddiagramme
Trenddiagramme
Bella SCADA — Alarmmanagement
Alarmmanagement
Bella SCADA — OEE-Verfolgung
OEE-Verfolgung
Bella SCADA — HMI-Bildschirm
HMI-Bildschirm

Häufige Fragen

Müssen wir unsere bestehenden SPS austauschen?

In der Regel nicht. Bella SCADA verbindet sich über OPC UA, Modbus TCP/RTU und MQTT mit vorhandenen SPS und Geräten.

Ist eine Installation auf den Bedienrechnern nötig?

Nein. Es gibt keine Client-Software; Überwachung und Steuerung laufen im Browser.

Lässt sich nachvollziehen, wer welchen Befehl gegeben hat?

Ja. Rechtetrennung und Bedienprotokoll ergeben einen vollständigen Audit-Trail: wer, welcher Befehl, wann.

Gehen Daten verloren, wenn die Verbindung abbricht?

Bei kurzen Ausfällen nicht: Solange die Runtime den Server nicht erreicht, hält sie gelesene Werte im Speicher, bis zu 10.000 Nachrichten pro Verbindung. Dieser Puffer wird nicht auf die Festplatte geschrieben; startet die Runtime in dieser Zeit neu, gehen wartende Werte verloren. Das berücksichtigen wir offen im Design.

Was kann Bella SCADA für Sie tun?

Planen wir den gesamten Ablauf gemeinsam – von der Installation bis zur Integration.